Rundbrief Juli 2017

In der letzten Schulwoche vor den wohlverdienten Sommerferien kommt hier noch ein Brief vom Grundschulver-band. Darin laden wir zu unserer nächsten Mitgliederversammlung ein, die wieder wie ein kleiner Grundschultag organisiert ist. Wir weisen auf eine Veranstaltung in Köln hin, die sich mit gelingender Inklusion beschäftigt, und stellen einen Beitrag vor, in dem unsere Kollegin Brigitte Schumann den Koalitionsvertrag der neuen Landesregie-rung kommentiert: „Die konservative Schulpolitik in NRW wird neoliberalisiert“. 

Seit 40 Jahren: in NRW Grundschulzeugnisse ohne Noten

Derzeit schreiben wieder viele Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer Zeugnisse für ihre Kinder und bemühen sich, wirklich kindorientierte, ermutigende Lernentwicklungsberichte zu schreiben, die auch Grundlage für beratende Gespräche mit den Eltern und Kindern sein sollen. Dabei gibt es kaum noch eine aktive Lehrkraft, die sich daran erinnert, dass auch an Grundschulen die Zeugnisse einmal anders waren.

Rundbrief Juni 2017

Dass wir uns erst jetzt wieder zu Wort melden, hat verschiedene private, organisatorische aber auch politische Gründe. Für die private/dienstlichen anderen Prioritäten der letzten Zeit rechnen wir in einem ehrenamtlich organisierten Verband mit der Nachsicht der Mitglieder. Organisatorisch hat der Umbau des Internetauftritts viel Zeit gekostet. Ob sich das gelohnt hat, wird auch an den Rückmeldungen erkennbar sein. Politisch hat uns das Ergebnis der Landtagswahl überrascht.

Bewerbermangel an Grundschulen: viele freie Lehrerstellen bleiben unbesetzt

Grundschulverband fordert eine bessere Finanzierung der Grundschulen

Viele Grundschulen in NRW können die gewohnte Qualität der Arbeit nicht sichern, weil freie Lehrerstellen zunehmend nicht besetzt werden können. Zu wenige angehende Grundschulkräfte verlassen die Universitäten und nehmen den Vorbereitungsdienst an den Grundschulen auf. Trotz der angeglichenen Studienbedingungen wird die Gleichwertigkeit der Lehrämter hinsichtlich Berufsstatus, Stundendeputat und Besoldung immer noch nicht gewährleistet. Das führt mittlerweile zu erheblichen Beeinträchtigungen im Hinblick auf eine gesicherte und angemessene Personalausstattung gerade in der Schulstufe, in der alle Kinder erfolgreich gemeinsam lernen und die wesentlichen Grundlagen für das Lernen in den weiterführenden Schulen erwerben sollen.

Aus dem Landtag: Anhörung zur Grundschule

Öffentliche Anhörung von Sachverständigen am 7. Dezember 2016 zum Thema „Landesregierung muss einen „Masterplan Grundschule“ vorlegen“ in Verbindung mit „Grundschulen stärken – Rahmenbedingungen zur Besetzung von Schulleitungspositionen verbessern“
Sicherlich war es nur ein Zufall, dass diese Anhörung am Tag gleich nach Nikolaus stattfand. So schien es eine gute Gelegenheit für die beteiligten Sachverständigen, ihre Wunschzettel in Sachen Grundschule abzugeben.